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Neun Beispiele für hervorragendes Content-Marketing.

Content-Marketing ist für nahezu jede Marketing-Organisation unverzichtbar und die Zahlen sprechen für sich: 72 % aller Content-Marketer geben an, dass Content-Marketing zu mehr Interaktionen führt und die Zahl der Leads steigert. Außerdem zeigte sich, dass durch effektives Content-Marketing eine Quote wiederkehrender Kunden von 60 % erreicht wird, während die Conversion Rates im Vergleich zu Teams ohne Content-Marketing sechsmal höher sind

Und selbst wenn ihr bereits Content-Marketing einsetzt, könnt ihr vielleicht eure Strategie optimieren, um noch bessere Ergebnisse zu erzielen. Dieser Leitfaden vermittelt euch das nötige Know-how, um Content-Marketing optimal zu nutzen, und geht auf Beispiele aus der Praxis sowie auf bewährte Best Practices ein.

 

Gründe für Content-Marketing.

Content-Marketing ist eine Marketing-Strategie, die potenzielle Käufer mit Assets wie Blog-Beiträgen, Videos oder Social-Media-Posts anspricht und mehrere Vorteile bietet. Die Kosten sind meist geringer und die Interaktionsraten häufig höher als bei anderen Marketing-Formen, da die Kunden mit Informationen angesprochen werden, die sie wirklich interessieren. Kunden sind immer an relevanten Inhalten interessiert – ganz gleich, ob sie eure Produktangebote bereits kennen. Dadurch ist Content-Marketing von Natur aus ansprechender und weniger plump als Werbung, die es unverhohlen darauf anlegt, Conversions zu erzielen.

Außerdem bietet Content-Marketing auch Gelegenheit, größere Zielgruppen anzusprechen. Dadurch könnt ihr mit Interessenten interagieren, die auf anderen Kanälen nicht erreichbar sind. Gleichzeitig haben eure Kunden die Möglichkeit, ansprechende Inhalte in Social Media zu teilen, wobei sie unbeabsichtigt als Markenbotschafter agieren.

Zu den bekanntesten Formen von Content-Marketing gehören Blogposts und Videos. Ihr könnt jedoch auch Kampagnen mit Inhalten wie Infografiken und Kundenreferenzen sowie Produktdemos und Merkblättern durchführen. Letztendlich muss der Content aussagekräftige und leicht lesbare Informationen bieten, die eure Käufer interessieren.

Im Folgenden stellen wir neun Beispiele aus der Praxis vor, die euch zeigen, wie ihr Content-Marketing erfolgreich in euren Marketing-Plan integrieren könnt.

 

„Beginner’s Guide to SEO“ von Moz.

Moz entwickelt Software, mit der Marketer die Suchmaschinen-Optimierung (SEO) ihrer Websites verbessern können. Das Unternehmen ist seit 2004 im Geschäft und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von etwa 70 Millionen US-Dollar. Der Erfolg von Moz beruht zum Teil darauf, dass sich das Unternehmen als richtungsweisend bei SEO präsentieren kann. Dazu bietet Moz einen Beginner’s Guide to SEO an, der detailliert und in mehreren Kapiteln darlegt, wie SEO funktioniert.

Der Leitfaden erweist sich auch in Sachen Content-Marketing als äußerst nützlich, da er sich an eine große Zielgruppe richtet. Alle Interessenten, die eine beliebige Facette von SEO kennenlernen möchten, profitieren von dem Inhalt. Hinzu kommt, dass die Produkte von Moz nicht explizit beworben werden, sondern der Leitfaden echte Bildungsinhalte liefert. Dadurch wirkt der Inhalt lebendig und kultiviert das Image von Moz als Anbieter, der die Kunst der Suchmaschinen-Optimierung gemeistert hat und nun an die Marketing-Community weitergibt.

 

Oh My Disney

Der Dienst Oh My Disney, der jeden Monat eine Million Besucher anzieht, ist ein Musterbeispiel für die Nutzung mehrerer Content-Formate zur Stärkung der Markenwahrnehmung sowie zum Ansprechen von Kunden auf mehreren Kanälen. Die Website bietet von Videos über Artikel bis hin zu Quiz-Fragen eine Fülle an Inhalten, die verschiedene Facetten der Marke Disney behandeln. Themen sind Disney-Filme, Themenparks, Musik und vieles mehr. Außerdem können Besucher die Inhalte ganz unkompliziert in Social Media teilen.

Oh My Disney ist ein umfassendes und kanalübergreifendes Content-Marketing-Asset, mit dem Disney eine große Zielgruppe erreichen kann, die regelmäßig mit der Marke interagieren möchte. Gleichzeitig kann das Unternehmen Kunden, die nur mit einem einzigen Aspekt der Marke Disney vertraut sind (z. B. Themenparks), über weitere Angebote wie die Streaming-Plattform Disney+ informieren.

 

Mehrgleisiger Ansatz von Buffer.

Buffer bietet Marketing-Tools für Social-Media-Kanäle an und unterhält ein Portal, mit einer Vielzahl von Inhalten. Obwohl Buffer das Portal offiziell als Blog bezeichnet, bietet es vieles mehr, wie beispielsweise Tutorials, E-Books und Podcasts.

Buffer erleichtert Interessenten die Navigation durch das Portal, indem ihnen für sie relevante Themen angezeigt werden. Außerdem veröffentlicht Buffer regelmäßig und konsistent Beiträge, sodass Verbraucher bei jedem Besuch der Website stets neue Inhalte vorfinden.

Viel wichtiger ist aber, dass Buffer Inhalte bietet, die das Unternehmen als Kapazität im Social-Media-Bereich positionieren. Dies verbessert die Markenintegrität. Einige Inhalte demonstrieren explizit die Vordenkerrolle im Social-Media-Marketing. Außerdem finden sich hier Schulungsressourcen zur Durchführung von Social-Media-Kampagnen. Weitere Artikel geben den Lesern Einblick in die internen Prozesse sowie die Kultur bei Buffer, was das Image als transparentes und zugängliches Unternehmen fördert.

Mit einem Marktanteil von 6,5 Prozent positioniert sich das Unternehmen vor den meisten Mitbewerbern, woraus sich schlussfolgern lässt, dass sich diese Marketing-Strategie für Buffer auszahlt.

 

Think With Google

Auf der Website Think with Google bietet Google Ressourcen zu Online-Marketing und Markenbildung an. Mit mehr als 750.000 Followern allein auf LinkedIn hat die Website eine riesige Zielgruppe. Hier finden die Leser hervorragende Ressourcen zu verschiedensten Formaten wie langformatigem Content, Videos und sogar nützliche Tools, die alle bequem auf der Homepage verfügbar sind. Dazu gehört auch ein Podcast, der von Adweek als „Best Thought Leadership Podcast 2020“ ausgezeichnet wurde.

Obwohl die Website von Google gesponsert wird, konzentriert sie sich auf anbieterneutrale Schulungsinhalte. Dadurch kann Google ein Image als Vordenker im Bereich Online-Marketing kultivieren, was wiederum Werbung für die Online-Marketing-Tools von Google ist. Diese Tools werden auf der Website herausgestellt, sie sind jedoch nicht das Hauptthema des gehosteten Contents.

 

COVID-19-Ressourcen von Indeed für Arbeitgeber.

Zeitlose Inhalte, die jahrelang relevant bleiben, sind für Content-Marketer stets eine wichtige Investition, aber auch Content zu aktuellen Ereignissen oder Trends kann sich als nützlich erweisen.

Das Ressourcen-Center für Arbeitgeber von Indeed, das diese in der neuen, von COVID-19 geprägten Situation unterstützt, ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Die Marke bietet Inhalte für Unternehmen, die vor realen und dringlichen Herausforderungen stehen, zum Beispiel auf welche Steuererleichterungen sie Anspruch haben und wie sie Mitarbeiter nach einem Zwangsurlaub wieder anstellen können. Da diese Informationen vor der Pandemie nicht in einem zentralen Portal zur Verfügung standen, war die Entwicklung des Ressourcen-Centers für Indeed eine Möglichkeit, die Markenbekanntheit mithilfe von Content zu steigern, der diesen kritischen und dringlichen Bedarf deckt.

Einige der Inhalte erwähnen auch die Software-Tools von Indeed für Arbeitgeber, aber nicht so offensiv, dass sie wie Werbung wahrgenommen werden oder von den Schulungsinhalten ablenken.

 

„The Underdogs“ von Apple.

In diesem „Underdogs“-Video demonstriert Apple, wie Apple-Produkte Angestellte im Homeoffice unterstützen.

Ohne die eigenen Produkte explizit zu bewerben, demonstriert der Content, wie sie das Leben von Angestellten bei der Arbeit zu Hause erleichtern und organisieren. Die humorvollen Inhalte, die die zahlreichen realen Herausforderungen von Angestellten während der Pandemie auf lustige und gleichzeitig anschauliche Weise darstellen, sind für die Zielgruppe von Apple sowohl nachvollziehbar als auch ansprechend. Mit mehr als 26 Millionen Aufrufen ist das Video ein Marketing-Erfolg.

 

Jahresrückblick-Listen von Spotify.

Die Jahresrückblick-Listen von Spotify, wie beispielsweise die von 2019, sind ein hervorragendes Beispiel für Content, der sich leicht konsumieren und einfach in Social Media teilen lässt. Ohne Spotify explizit zu bewerben, demonstriert der Content, wie einfach und bequem sich Podcasts und Musik auf der Spotify-Plattform suchen und abrufen lassen. So kann Spotify mit den Jahresrückblick-Listen Hörer gewinnen, die den Dienst bis dato nicht genutzt haben, und sie mit weiteren Inhalten ansprechen, nachdem sie die Liste durchgehört haben.

Die Jahresrückblick-Listen enthalten auch einen Vordenker-Aspekt. Da es sich um kuratierte Podcast- und Musiklisten aus einem bestimmten Zeitraum handelt, kann Spotify damit das eigene Image als eine Marke pflegen, die kulturelle Trends versteht und die Wünsche der eigenen Zielgruppe kennt.

Wie Google Trends zeigt, ziehen die in der Weihnachtszeit erscheinenden Listen jedes Jahr immer mehr Interessenten an.

 



BTS.

Seit ihrem Debüt im Jahr 2013 nutzt die südkoreanische Popband BTS verschiedenste Kanäle, um ihre Marke aufzubauen. Dabei erfolgten Investitionen in Content mit Themen wie Reisen zu lokalen Ausstellungen bis hin zu Social Media und Videos, die die Band authentisch erscheinen lassen sollen.

BTS konnte eine Beziehung zu den Zuhörern aufbauen, bei der die Band-Mitglieder mehr als nur Musiker sind, indem verschiedene Content-Kanäle zur Entwicklung der Charaktere der Band-Mitglieder genutzt wurden. Für die Fans sind sie vielschichtige Menschen, mit denen die Zielgruppe sich identifizieren kann. Durch dieses Branding schaffte es die Band als erste südkoreanische Gruppe überhaupt an die Spitze der Billboard Hot 100.

 

Marketo-Leitfäden und Themenseiten.

Als erfahrener Anbieter von Software für Marketing-Automatisierung nutzt Marketo verschiedenste Web-Inhalte, um die eigene Kompetenz im Marketing-Bereich zu demonstrieren. Dazu gehören Leitfäden für Marketer, die technische Themen wie Pipeline- und Event-Marketing ausführlich behandeln. Diese Inhalte sind erst nach Anmeldung verfügbar, sodass die Anwender sich vor dem Download registrieren müssen. Durch diese Sammlung von Informationen zu Marketern, die möglicherweise an den Produkten interessiert sind, kann Marketo Leads generieren.

Außerdem investiert Marketo in frei zugängliche Themenseiten wie beispielsweise zu Marketing-Automatisierung. Hier finden die Leser einen allgemeinen Überblick über Marketing-Themen und erfahren, wie die Marketo-Plattform typische Probleme lösen kann. Die Seiten enthalten auch Links zu Leitfäden und eine Sammlung der Content-Assets von Marketo.

 

Tipps für Content-Marketing.

Wie die oben genannten Beispiele zeigen, kann Content-Marketing vielfältige Formen annehmen. Es gibt jedoch einige allgemeine Tipps, die Marketer bei der Entwicklung von Content-Marketing-Initiativen berücksichtigen sollten:

  • Identifiziert eure Kunden: Effektives Content-Marketing beginnt damit, eure Zielgruppe und deren Bedürfnisse kennenzulernen. Stellt fest, vor welchen Problemen eure Interessenten stehen und welche Content-Arten die Lösung sein könnten. Findet heraus, auf welchen Kanälen ihr eure Zielgruppe am effektivsten erreichen könnt.

  • Konsistenz ist entscheidend: Betrachtet Content-Marketing nicht als einmalige Investition oder als Asset ohne Anpassungsmöglichkeit. Stattdessen solltet ihr regelmäßig neue Inhalte generieren und bereitstellen, um die Interaktion mit eurer Zielgruppe auch über einen längeren Zeitraum hinweg sicherzustellen.

  • Übertreibt es nicht mit der Bewerbung eurer Marke: Es ist kein Problem, eure Marke im Content explizit zu erwähnen, sie sollte jedoch nicht an erster Stelle stehen. Wenn die Leser das Gefühl bekommen, dass euer Inhalt nur das Ziel hat, sie zum Kauf zu bewegen (statt sie bei der Lösung eines Problems zu unterstützen oder neue Informationen bereitzustellen), wird sie das abschrecken. 72 % aller Verbraucher sind der Meinung, dass sie bereits mehr als genug Werbung konsumieren und nicht noch mehr davon brauchen.

  • Nutzt Trends: Obwohl Content-Marketing nicht immer auf Trend-Themen ausgerichtet sein muss, erreicht ihr eure Zielgruppe effektiver, wenn ihr dringende Kundenbedürfnisse mit Bezug zu einem aktuellen Ereignis ansprecht.

  • Entwickelt vielfältige Inhalte: Unterschiedliche Zielgruppen sprechen auf unterschiedliche Content-Formate an. Entwickelt daher eine gesunde Mischung, damit ihr nicht die Bedürfnisse eines wertvollen Marktsegments ignoriert.

  • Integriert euren Content: Ebenso solltet ihr in eurem Content Links zu weiteren Inhalten platzieren, um die Interaktionen zu verbessern und das Messaging zu stärken.

  • Gestaltet euren Content so, dass er leicht geteilt werden kann: Euer Content sollte so aufgebaut sein, dass Leser, Zuhörer oder Zuschauer den Wunsch haben, ihn mit anderen Personen zu teilen. Entsprechende Buttons für das Posten in Social Media sind die einfachste Möglichkeit, das Teilen zu unterstützen.

 

Content-Marketing einfach gemacht.

Angesichts der vielen unterschiedlichen Content-Formen und Kanäle kann die Verwaltung einer Content-Marketing-Kampagne zur Herausforderung werden – zumindest ohne eine Plattform für Marketing-Automatisierung wie Marketo Engage. Marketo Engage vereinfacht den Content-Marketing-Prozess beispielsweise durch die Automatisierung von Marketing-Kampagnen, Analysen der Marketing-Performance oder die Verwaltung der Marketing-Maßnahmen über verschiedene Kanäle.

Wenn ihr erfahren möchtet, wie ihr mit Marketo Engage optimale Ergebnisse mit Content-Marketing erzielt, nehmt an der interaktiven Tour teil.

 

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